Die Projektwoche bedeutet für die Schüler und Lehrer der Ohetalschule in Verna das Erforschen und Entdecken anderer Zeiten, wie die Reisenden in Filmen mit Zeitmaschinen. Die Projektwoche ist zu einem Muss in den letzten Jahren für die Schüler geworden. Das Thema war groß geschrieben: „Martin Luther“. Viele Stationen und unterschiedliche Themen erwarteten die Schüler in der Zeit vom Montag, den 23.10.2017, bis zum Freitag, den 27.10.2017; Sechser und Fünfer, Siebener und Achter bis zu Neuner und Zehnern.

  

Die Klassen und Stationen waren bunt gemischt und sorgten für Interesse, aber auch für kontraproduktive Kritik bei den Kids. „Die 95 Thesen des Martin Luther, die jeder einmal gelesen haben sollte, ich werde auf jeden Fall daran denken, wenn ich mal vor einer Entscheidung fürs Leben stehe.“, bis hin zu „Luthers Leben inspirierte mich, nicht immer mit der Menge zu schwimmen, sondern sich einmal darauf zu konzentrieren, seine eigene Meinung durchzusetzen.“ erzählten mir junge Schüler und Schülerinnen, die begeistert waren, wie man ein Leben eines Menschen, der vor 500 Jahren lebte, ins heutige Zeitalter hineininterpretieren kann. Viele Stationen führten die Schüler besonders zurück ans mittelalterliche Ende; mit Federn schreiben, den Anfang des Buchdrucks mit alten Stempeln nachstellen und mit alten Buchstaben schreiben. Eine Klasse beschäftigte sich besonders mit alten Methoden zum Schreiben: Kartoffeln. Mit Schablonen in Kartoffelbuchstaben und Symbole reinritzen und damit auf Plakate Sprüche, wie: „Lernst du wohl, wirst du gebratener Hühner voll. Lernst Du übel, musst Du mit der Sau zum Kübel.“ Eine Klasse machte die Zeitreise mit Lebensmittel, ein notwendiger Proviant auf einer Reise 500 Jahre zurück. Sie hatten Lebensmittel auf einen großen Tisch gelegt und danach aufgeteilt, was wohl damals so üblich war, was heute „In“ ist und was es heute noch zu essen gibt. „Schade, dass wir nichts Süßes zu essen bekommen haben.“, war wohl eine konstruktive Kritik eines Schülers mit leerem Magen. Die Zeitreise machte auch Martin Luther, indem er in ein modernes Popartgemälde von Schülern und Schülerinnen für das heutige Zeitalter verewigt wurde. Von Gedenkkarten und Animationsfilmen, bis hin zur Schülerzeitung und Zeitstrahlen - für jeden Schüler war wohl etwas dabei, was begeisterte, aber auch für ein paar lange Schulstunden sorgte. Auch wenn man es nicht immer jedem Recht machen kann, hat sich die Arbeit gelohnt, vor allem, als das Lob von Familie, Bekannten und Fremden am Präsentationstag zu hören war.

Ein Artikel von Lucie Luna Geisel Klasse 10b-OTS